Ausrüstung und Erfahrungen

Auf diesen Seiten wollen wir euch die wichtigsten Ausrüstungsgegenstände aufführen, die uns auf unserer Reise begleiten werden.

Koffer

alex-beim-koffer-machen-webDa sind zunächst natürlich einmal unsere Koffer zu nennen, die unser Gepäck möglichst trocken und sicher transportieren sollen. Wir haben uns für die Zega-Boxen entschieden, die wir über die Firma Touratech bezogen haben. Sie zeichnen sich durch 1,5mm dickes Alu aus und sollen recht stabil sein, also auch mal einen Umfaller überstehen können, bzw. zumindest wieder gut auszubeulen sein..Zusätzlich haben wir sie am Boden mit Silikon abgedichtet und innen mit einer Folie als Schutz gegen den Aluabrieb ausgestattet. Darunter leidet zwar etwas die edle Optik der Koffer, aber wir wollen schließlich auch keinen Schönheitspreis gewinnen. Montiert haben wir sie an die Hepco&Becker Kofferträger.lohmer-beim-schweissen

Da diese sich nicht spannungs- und spielfrei montieren ließen, hat der Klaus von 2-Rad Löhmer die Kofferträger an den Gepäckträgerstützen der Freewind verschweißt und mit zusätzlichen Verstrebungen verstärkt. Außerdem wurde der Scottoiler auf einer stabilen Metallplatte (auf dem Foto zwischen Auspuffrohr und Schweißfunken) montiert, welche zusätzlich mit dem Kofferträger verschweißt wurde. Das sollte jetzt halten!!

Unsere Erfahrungen damit:

27.09.2004:

Bisher haben wir noch keine negativen Erfahrungen gesammelt. Die Boxen (und die Schlösser) machen einen stabilen Eindruck und ein Deckel hat auch schon einen Abflug bei ca. 50km/h gut überstanden (wir hatten vergessen den Deckel zu schließen….). Außerdem eignen sich die Boxen hervorragend für alle möglichen Aufkleber :-)!

SCOTTOILERscottoiler1

Dieser Part der Ausrüstung bertifft nur die Freewind: der Scottoiler, ein automatisches Motorradketten-Schmiersystem, der dafür sorgt, dass die Kette immer genügend geölt wird. Auf diese Weise wird die Funktionsdauer der Kette (bis zum 7-fachen) erhöht und man kann sich um “Wichtigeres” kümmern, als um das Kettenfetten… Auf dem Bild wird gerade der 400ml-große Tank, der zwischen Schutzblech und Nummernschild befestigt wurde, aufgefüllt. Der Scottoiler wurde uns freundlicherweise von der Firma Scottoiler zur Verfügung gestellt.

Unsere Erfahrungen:

27.09.2004

Bis Fairbanks, also die ersten 10tkm, lief der Scottoiler problemlos und auch auf Schotter war die Kette immer schön ölig (und teilweise auch der Koffer…), was einem schon ein gutes Gefühl gibt! Danach mussten wir allerdings den Touringtank neu auffüllen und haben es mit dem dickeren Öl, dass eigentlich für wärmere Temperaturen (ab 20 Grad) gedacht ist befüllt. Scheinbar haben wir allerdings etwas zuviel Öl eingefüllt, sodass die Entlüftung nicht richtig funktionierte. In Astoria haben wir also wieder etwas Öl rausgesaugt und seitdem scheint wieder alles einwandfrei zu laufen. Mal sehen, ob’s so bleibt!

REIFEN

radwechsel-2

Bei den Reifen setzen wir auf die Marke Heidenau. Freundlicher Weise haben wir von ihnen einen Satz Enduro-Reifen erhalten, den wir in den U.S.A. vor der Einreise nach Mexiko gegen Cross-Reifen tauschen werden. Mal sehen, wie sie sich schlagen werden! Auf jeden Fall haben wir uns am Reifenwechsel auch schon versucht. Mal sehen, ob’s unterwegs auch ohne unsere Papa´s klappen wird….Aber wird schon!!

Unsere Erfahrungen:

27.9.2004

Erst einmal waren wir sehr überrascht, wie grob das Profil der Reifen doch ist (vor allem, wenn man nur Straßenreifen gewohnt ist….). Der 1. Satz hat ca. 16tkm gehalten, wobei man dazu sagen muss, dass von dem Profil, insbesondere am Hinterrad nicht mehr soviel übrig war. Das nächste Mal werden wir wohl eher nach 12tkm einen Wechsel machen. Das Vorderrad hat ein sehr merkwürdiges Verschleißbild entwickelt mit vielen komischen „Hubbeln“ und entsprechend spannendem („ruckeligen“) Fahrverhalten. Deswegen haben wir jetzt den Vorderreifen des zweiten Satzes, den wir von Heidenau nach Oregon geschickt bekommen haben, andersrum montiert. D.h. wenn man von vorne auf den Reifen guckt, bildet das Profil jetzt ein „A“ und nicht wie beim ersten Satz ein „V“. Die Suzuki und die BMW haben dasselbe V-Profil, nur in verschieden Größen, aber die Richtungspfeile zeigen jeweils in die andere Richtung. Daher dachten wir uns, versuchen wir das einfach mal anders rum. Außerdem sind die freundlichen Mitarbeiter der Firma Heidenau jetzt schon auf unsere Erfahrungen gespannt. Auf jeden Fall sind wir sonst mit den Reifen sehr zufrieden, auch auf Schotter hatten sie immer ordentlich Grip. Deswegen werden wir wohl auch nicht auf noch gröberes Profil umstellen. Der Plattfuß nach ca. 7000km hat wohl kaum etwas mit der Qualität der Reifen zu tun und hat uns auch nicht vor große Probleme gestellt.

Und nun die Moppeds….

inspektioninfairbanksBisher sind wir mit beiden sehr zufrieden und weder die BMW noch die Suzuki machen irgendwelche Anzeichen, das sie keine Lust mehr aufs Reisen hätten. Besonders die Suzuki interessiert einige hier in Nordamerika, da dieses Modell hier gänzlich unbekannt ist. Da die Technik allerdings weitestgehend mit der DR 650 (die es in Nordamerika gibt) übereinstimmt, sind Teile wie z.B. ein Ölfilter problemlos zu beschaffen. Der Verbrauch der Motorräder liegt zwischen 4.5l/100km und 6.5l/100km bei der Suzuki, und ca. 1l mehr bei der BMW. Meistens kommen wir mit ca. 5l bzw. ca. 6l 100km weit. An Sprit haben sie bisher alles problemlos geschluckt. Meistens sind es 87 Oktan die wir tanken, allerdings waren es auch schon öfters nur 85 Oktan. Die Suzuki verbraucht dazu fast keinen Tropfen Öl, während die BMW sich bei ca. 0.4l/1000km eingependelt hat. Dafür kostet das Öl in Nordamerika fast nix. Ca. alle 7tkm haben wir bei der BMW noch nach den Ventilen geschaut, aber da sich da nicht viel tut, werden wir die Intervalle auch verlängern…Die Luftfilter schauen wir uns je nach Strecke nach. In Fairbanks hat es sich sehr gelohnt sie zu reinigen, was nach den staubigen Pisten allerdings auch kein Wunder war. Das ist aber auch kein großes Problem, wir haben sie in der Reinigungsflüssigkeit von Wunderlich getränkt, anschließend ausgewaschen und dann wieder geölt.

BMW Wartung:

ca. 10tkm: Ölwechsel, den Wunderlich Blue-Filter
ca. 11tkm: Leichtes Spiel im Steuerkopflager, dass allerdings laut Aussagen eines Händlers (der es auch zuerst gar nicht gespürt hat) nicht weiter tragisch ist, also werde ich das weiter beobachten und bei Gelegenheit wechseln.
ca. 13tkm: hintere Glühbirne gewechselt
ca. 16tkm: neuer Satz Reifen (Heidenau K60)
ca. 17tkm: ein vom Händler beim Einbau gequetschter Schlauch ist Schuld am Platten – neuer Schlauch, läuft also wieder
ca. 24tkm: Ölwechsel; neuer O-ring an einer Vergaserdüse und Vergaser neu synchronisiert; neue Batterie (die alte – (4 Monate alt!) wurde wohl durch die schlechten Straßen „kaputtvibriert“); neue Zündkerzen
ca. 30tkm: nach ca. 14tkm neue Reifen montiert, die uns HEIDENAU freundlicherweise nach Guadalajara/Mexiko geschickt hat; ausserdem
ca. 35tkm: Oelwechsel, Ventile kontrolliert, Bremsbelaege vorne gewechselt, Bremsfluessigkeit gewechselt, Luftfilter gereinigt, Zündkerzen gewechselt
ca. 37tkm: endlich ein neuer Anlasser!!
ca. 40tkm: Wartungs-/Kontrollarbeiten: Kardan neu geschmiert; Tank gereinigt (war viel Wasser und Dreck drin); Vergaser gereinigt und eingestellt; neues Getriebe/Hinterradschwingeoel
ca. 43tkm: Ölwechsel und Luftfilter gereinigt
ca. 45tkm: hinteres White Power Federbein (vor der Reise frisch überholt!) fängst an zu schwitzen, aber funktioniert noch
ca. 46tkm: nach ca. 16tkm neuer Hinterreifen montiert, die uns HEIDENAU freundlicherweise nach Lima/Peru geschickt hat
ca. 48tkm Luftfilter gereinigt und eine Speiche am Vorderrad gewechselt
ca. 52tkm: Ölwechsel, Ventile Kontrolliert und poröse Benzinleitung gewechselt

Suzuki Wartung:

ca. 500km: der Seitenständer hat etwas nachgegeben, als die Suzuki das erste Mal mit Gepäck stand. Seitdem hat er etwas Spiel, was aber nicht weiter schlimm ist, wenn man sich darauf eingestellt hat
ca. 3tkm: wir mussten die Befestigungsschraube des Spiegels erneuern lassen, weil sie beim Nachziehen abgebrochen ist (unser Fehler….)
ca.7km: eine Heftzwecke im Reifen ist Schuld an unserm 1. Plattfuß…nicht weiter tragisch
ca. 9tkm: auf einer Schotterpiste hat Henno das rechte Lenkergewicht aufgesammelt, das von der Suzuki abgeflogen war, ist aber wieder dran
ca.10tkm: Ölwechsel und neue Kette mit Ritzeln (hatten wir von Deutschland mitgebracht), da das alte Kettenkitt die nach 36tkm nicht mehr brauchbar war, Luftfilter gereinigt
ca.10.5tkm: Schraube vom Motorschutz losgerüttelt
ca.11tkm: vordere Glühbirne gewechselt
ca. 16tkm: neuer Satz Reifen (Heidenau K60), seitdem geht die Tachoanzeige nicht mehr, weil wir den Tachoantrieb zerstört haben…. Ersatzteil wird bestellt
ca. 19tkm: Schraube vom Motorschutz wieder losgerüttelt, wir haben sie jetzt mit einer Kontermutter gesichert.
ca.24tkm: Ölwechsel und wir haben den längst fälligen Gabelsimmering wechseln lassen; neue Zündkerzen; Ersatzteil von der Tachoanzeige eingebaut – endlich funktioniert wieder der Tacho!
ca. 30tkm: nach ca. 14tkm neue Reifen montiert, die uns HEIDENAU freundlicherweise nach Guadalajara/Mexiko geschickt hat
ca. 35tkm: Oelwechsel, Ventile kontrolliert, Luftfilter gereinigt, rechten Gabelsimmering gewechselt, Lenkkopflager nachgezogen, weil leichtes Spiel und Knacken vorhanden war, ist jetzt aber wieder bestens!
ca. 37 tkm: neuer Luftfilter
ca. 40tkm: neue Zündkerzen; Vergaser gereinigt und eingestellt, dabei auch eine neue Düse (105er) für Hochgebirge eingebaut (wurde uns empfohlen und entspricht in vielen Ländern der Serie); Sturzbügel geschweisst (war von Anfang an kaputt); Bremsflüssigkeit gewechselt; Tank gereinigt (war viel Wasser und Dreck drin); Sicherung am Zigarettenanzünder erneuert; neues vorderes Kettenritzel
ca. 43tkm: Ölwechsel
ca. 45tkm Sturzbügel nach einem „Umfall“ wieder richten lassen
ca. 46tkm: nach ca. 16tkm neuer Hinterreifen montiert, die uns HEIDENAU freundlicherweise nach Lima/Peru geschickt hat; ausserdem hat das hintere Radlager und Lenkopflager etwas Spiel
ca. 48tkm: Luftfilter gereinigt, neue Bremsbeläge vorne und hinten, Lenkkopflager neu eingestellt, Koffer gerichtet und Halterung reparier (Sturzschäden),
ca. 52tkm: Ölwechsel
ca. 54tkm: neues Kettenkit (nach ca. 44tkm), neues Hinterradlager, Ventile kontrolliert, Sturzbügel geschweißt

Weitere Ausrüstungsgegenstände, die wir wegen des günstigen Dollar Kurses in Kanada gekauft haben und die täglich im Einsatz sind:

Unser Zelt von Sierra Design ist in geodätischer Form aufgebaut mit einer Apside.Wenn’s steht ist es gut, allerdings hat es bei Regen den Nachteil gegenüber einesTunnelzeltes, dass man zuerst das Innenzelt aufbauen muss und das dann nass werden kann (selbiges gilt natürlich auch für das Abbauen….). Großer Vorteil des Zeltes ist eigentlich, dass man es in ein luftigeres Zelt umbauen kann, in dem man Teile des Innenzeltes abtrennen kann und dann nur noch das Moskitozelt unter dem Außenzelt steht. Wenn’s kalt wird, kann man dann wieder eine windgeschützte, dickere Schicht einfügen. Praktisch ist weiterhin, dass das Zelt auch ohne Häringe steht. Die Probleme mit starker Kondenswasserbildung sind in Kanada/Alaska wohl relativ normal, weil die Temperaturschwankungen teilweise sehr extrem sind.

alex_im_zeltDer Kocher ist ein Multi-Fuel Kocher von Primus, der so ziemlich alles verbrennt, was brennbar und flüssig ist. So haben wir auch schon Benzin aus dem Tank genutzt, allerdings rußt es dann etwas mehr, sodass wir – wenn möglich – Camping-Benzin nutzen. Ansonsten funktioniert er sehr gut, man muss sich nur etwas an den Krach gewöhnen, den so ein Kocher macht….

Weiter haben wir uns noch einen Wasserfilter mit einem Aktivkohlefilterelement von Sweet Water gekauft, den wir in Nordkanada und Alaska auch schon häufig genutzt haben. Dort gibt es auf den Campingplätzen teilweise kein Wasser außer den Gewässern, in denen allerdings immer vor dem Guardia(?!)-Virus gewarnt wird. Uns ging es auf jeden Fall immer gut. Für Mittel- und Südamerika müssen wir bei diesem Filter allerdings vorher noch die Chemiekeule anwenden, was bei allen andern Filtern aber auch der Fall ist.

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One Response to Ausrüstung und Erfahrungen

  1. demian sagt:

    Hoi!
    Habe über das Freewind forum eure Seite gefunden. Wir sind nun auch bald soweit das wir Bolivien durchqueren werden. Ich mache mir etwas sorgen wegen der Höhe.
    Wie war Eure Erfahrung mit der 105er Hauptdüse ? Wo habt ihr sie bekommen ? Habt ihr sie anschliessend drin gelassen ?

    Ganz lieben gruss aus Salta, Demian und Carina

    tuckr-tuckr.blogspot.com

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